Neutrino-Bleibausteine

  
Partner für die Neutrinoforschung
JL Goslar liefert wesentliche Bauteile für die Neutrinoforschung, unter anderem spezielle Neutrino-Lead-Bricks für die Neutrino-Oszillation des Opera-Detektors. Dieser befindet sich in einem unterirdischen Laboratorium im Gran Sasso (Italien), in welchem die Neutrino-Lead-Bricks in einem speziellen Rack automatisch eingebracht werden.

Die Frage, ob Neutrinos massebehaftete Teilchen sind, ist nicht nur für das Standardmodell der Teilchenphysik von fundamentaler Bedeutung. Neutrinos gibt es in drei verschiedenen Flavour-Sorten: die elektronischen νe, die myonischen νμ und die tauonischen ντ.

Neutrinos sind neben den Photonen die am häufigsten im Kosmos existierenden Teilchen und etwa 1010-mal häufiger vertreten als gewöhnliche, baryonische Materie. Dieser Faktor zeigt, dass Neutrinos selbst bei einer geringen Ruhemasse einen erheblichen Anteil an der Gesamtmasse des Universums ausmachen können.
Sie sind damit Kandidaten für einen Teil der im Universum nicht auffindbaren „Dunkelmaterie“. Diese Dunkelmaterie, so weiß man, kann nicht baryonischen Ursprungs sein und sollte etwa 90–95 % der Gesamtmasse des Universums ausmachen.

Unsere eigene Sonne ist eine besonders intensive Neutrino-Quelle und es ist bekannt, dass ein großer Teil dieser Sonnen-Neutrinos auf dem Weg zur Erde auf mysteriöse Weise verschwindet.
Eine natürliche Erklärung dafür liefert das Phänomen der Neutrino-Oszillation. Dieses besagt, dass der Flavour-Zustand (νe, νμ, ντ) eines Neutrinos sich längs einer durchlaufenen Wegstrecke zeitlich ändert. Voraussetzung dafür ist, dass Neutrinos eine endliche Ruhemasse besitzen.
Der Neutrino-Nachweis wird mithilfe von Neutrino-Lead-Bricks durchgeführt, die von JL Goslar aus strahlungsarmem Blei hergestellt worden sind.